Deutschlands wunderbarstes und sinnvollstes Lesefest - DIE ZEIT

Das Buch

Scheintod

Frankfurt am Main 1974. Ein Anwalt wird tot in seiner Kanzlei aufgefunden. Die Umstände
seines Todes sind ungeklärt. Die Polizei ermittelt: Er war Anwalt der linken Szene, zu seiner
Klientel gehörten RAF-Mitglieder, Rocker, Junkies und Strichjungen.
Seine Frau, die seit drei Jahren von ihm getrennt lebt, beginnt, sich noch einmal mit ihm
auseinanderzusetzen: mit seiner Arbeit, seinem Leben – und ihrer Liebe. Was weiß sie
eigentlich von diesem Mann, den sie einmal geliebt hat, der ihr so vertraut war?
Bald gerät die Witwe selbst ins Visier der polizeilichen Ermittlungen, wird der Mitwisserschaft
an politischen Aktivitäten verdächtigt, während sie verschlüsselte Botschaften aus dem
politischen Untergrund erhält. Um zu begreifen, sucht sie seine Kollegen auf, Mandanten aus
der Halbwelt, Genossen und ehemalige Revolutionäre und kehrt in dunklen Spelunken ein.
Immer tiefer wird sie in ein verborgenes Leben des Toten hineingezogen, der ihr gleichzeitig
immer fremder wird.

Scheintod ist der Roman einer Liebe zu Zeiten großer politischer Unruhen. Eva Demski
erzählt unsentimental, doch mit feinem Gespür von einer Frau, die vor die
Herausforderung gestellt wird, ein Leben im Tod zu ergründen und dabei Erinnerungen
und Zweifel, Trauer und Verlust zu bewältigen.

Eva Demski

Scheintod

Mit einem Nachwort von Wolfgang Schopf

419 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag

Ca. € 20,- (D)

978-3-458-17896-5

Neuausgabe 9. Dezember 2020

Insel Verlag