Deutschlands wunderbarstes und sinnvollstes Lesefest - DIE ZEIT

Das Buch

Rosemarie. Des deutschen Wunders liebstes Kind.

erzählt von der berühmtesten Edelprostituierten der Bundesrepublik: Rosemarie Nitribitt. Mit ihrem teuren Cabrio war sie in der Wirtschaftsmetropole Frankfurt stadtbekannt. Für ein Mädchen, das mehrfach aus Erziehungsheimen ausgerissen war, hatte sie es zu einem erstaunlichem Vermögen gebracht. Ihre Ermordung im Herbst 1957 sorgte für einen Skandal: Wusste sie zu viel? War es einer ihrer Kunden aus den Kreisen der Bosse und Banker? Bis heute ist ihr Mörder nicht gefasst, und die Pannen bei den Ermittlungen bis hin zum zeitweiligen Verschwinden der Prozessakten befeuerten die Gerüchte darüber, was ihr zum Verhängnis wurde.


Es ist diese Atmosphäre und dieser Zeitgeist, den Erich Kuby in seinem Roman einfängt. Seine temporeich erzählte Geschichte der Nitribitt, die auf seiner Mitwirkung am Drehbuch zu dem Film  Das Mädchen Rosemarie (1958) aufbaut, dem zahlreiche weitere Adaptionen folgten, wird zum fesselnden Porträt der Doppelmoral der damaligen Gesellschaft. Die Neuausgabe enthält ein Nachwort von Jürgen Kaube.

Erich Kuby (1910-2005) galt als einer der Chronisten der Bundesrepublik Deutschland. Der in der Studentenbewegung engagierte Journalist schrieb unter anderem für den Stern und den Spiegel, adaptierte gesellschaftskritische Stoffe für Hörfunk und Fernsehen und veröffentlichte Bücher zur Zeitgeschichte. 1992 wurde ihm der Publizistikpreis der Landeshauptstadt München verliehen. 2005 wurde er posthum mit dem Kurt-Tucholsky-Preis ausgezeichnet.

 

Erich Kuby
Rosemarie. Des deutschen Wunders liebstes Kind.

Roman
Neuausgabe
Schöffling & Co.