Deutschlands wunderbarstes und sinnvollstes Lesefest - DIE ZEITMartin Mosebach: Westend, Roman

Das Buch

Westend

Eduard Has sieht sich als Glückskind: Der Krieg hat seine Heimatstadt zwar gründlich zerstört, aber das eröffnet der eigenen Immobilienfirma im Frankfurter Westend ungeahnte Chancen. Seinen Erfolg adelt er mit einer stattlichen Sammlung des eben noch verfemten Expressionismus, neben die kühl-elegante Ehefrau tritt eine sinnliche Geliebte, die Tochter Lilly betet er an. Warum nur kann das Leben nicht ewig so weitergehen?

Westend spielt in dem in der Gründerzeit erbauten Frankfurter Stadtteil, der zwischen Palmengarten und der Alten Oper liegt. Im Geist der großen europäischen Gesellschaftsromane ist sein eigentlicher Gegenstand die Stadt mit ihren Bürgern aller Schichten. Durch die reiche Farbigkeit seiner Erzählung lässt Martin Mosebach im Schicksal der Figuren eine ganze Epoche deutscher Nachkriegsgeschichte lebendig werden: Spekulanten und Kunsthändler, Müllsammler, Hausmeister und Putzfrauen, die letzten Vertreter Altfrankfurter Bürgerlichkeit  und ein jugendliches Liebespaar, das an den Sünden der Väter trägt und sie zu überwinden lernt. Ein fabelhaftes Epos über die Verwandlung einer städtischen Gesellschaft in den Aufbaujahren der Bundesrepublik – und ein Hauptwerk Martin Mosebachs, das, vor beinahe dreißig Jahren weitgehend unbeachtet erschienen, jetzt neu zu entdecken ist.  

 

Martin Mosebach
Westend
Roman

992 Seiten. Gebunden mit SU
Neuausgabe
€ 20,-
ISBN: 978-3-498-00106-3
Rowohlt
(erscheint im Februar 2019)