Deutschlands wunderbarstes und sinnvollstes Lesefest - DIE ZEITHerbert Heckmann - Benjamin und seine Väter

Das Buch

Benjamin und seine Väter
Benjamin Weis erblickt 1919 als Sohn der ledigen Kanzleigehilfin Anna das Licht der Welt, vom Vater fehlt jede Spur. Der Anwalt Friedrich Bernoulli nimmt sich der jungen Familie an, stellt Wohnung und Unterhalt zur Verfügung. So wächst Benjamin trotz der widrigen Umstände behütet in der Frankfurter Berger Straße heran. Er taucht ein in die Welt von Don Quijote und Robinson Crusoe und erlebt mit seinen Freunden Gogo, Franz, Popel und dem Baron Abenteuer. 

Benjamins Fragen nach dem Vater beantwortet Anna mit Märchen: »Dein Vater hat uns verlassen, vielleicht wird er einmal zu uns zurückkommen, aus Amerika und mit vielen Geschenken.« Und so erfindet sich Benjamin seine Väter: Der Vater ist alles und nichts. Benjamin hat keinen Vater und zugleich viele.

Heckmann zeichnet ein Panorama der 1920er und 30er-Jahre in Deutschland aus der Perspektive eines Kindes, das mit vielen Fragen aufwächst: Warum nennt Gogo seinen Ziehvater einen Vaterlandsverräter? Und warum muss Max, der neben Deutsch auch Hebräisch spricht, nach Amerika auswandern? Benjamin kann sich auf viele Dinge keinen Reim machen, beobachtet jedoch die sich zunehmend verschlechternde Laune seines väterlichen Freundes. Als Jugendlicher zieht er sein Fazit: »Ich scheiße auf alle Väter, die uns ein solches Leben eingebrockt haben.«

 

Herbert Heckmann - Benjamin und seine Väter

Herbert Heckmann
Benjamin und seine Väter
Roman
Mit einem Nachwort von Peter Härtling
440 Seiten. Gebunden.
€ 22,- / € [A] 22,70

ISBN 978-3-89561-482-8
Verlag Schöffling & Co.

 

Herbert Heckmann liest Benjamin und seine Väter

Herbert Heckmann liest 
Benjamin und seine Väter

Ganzlesung/Hörbuch
Eine Produktion des Hessischen Rundfunks 1996
 
2 mp3-CDs. Spieldauer: rund 13 Stunden 
€ 20,- (UVP) / € [A] 20,-
ISBN 978-3-89561-481-1
Verlag Schöffling & Co.