Buch

»Die Vollidioten«

An einem Samstagabend im Jahre 1972 im Frankfurter Nordend, im Umkreis der Gastwirtschaft »Mentz«, passiert es: Herr Jackopp verliebt sich in Frl. Czernatzke. Eckhard Henscheid, der Erzähler, wird zum »Postillon d’amour«, die Ereignisse über eine Woche lang beobachtend, aber auch unverkennbar willentlich vorantreibend; man könnte sogar sagen: böswillentlich.


Unterdessen werden im »Mentz« gesellschaftspolitische Utopien entwickelt, wird über die Gründung eines »
Vereins zur Abschaffung der Sexualität wegen unerträglicher Banalität der dabei anfallenden Vorgänge« und über die möglichst gedeihliche Emanzipation der Frau diskutiert. Der immer blanke Herr Kloßen erleichtert für seine Zeche den einen oder anderen um einen Zwanzigmarkschein und garantiert mit immer neuen absonderlichen Argumenten die baldige Rückzahlung.


Eckhard Henscheid, einstiger Redakteur bei einem Frankfurter Satire-Blatt, ausgewiesener Dostojewski-Kenner und großer Opern-Fan, schreibt in »Die Vollidioten« süffisant, nicht immer politisch korrekt, mit viel Liebe zum Detail und in fast allen Spielarten des Humors über die Kunst der hochbetriebsamen Ereignislosigkeit.


Eckhard Henscheid
»Die Vollidioten«
Mit einem neuen Nachwort
von E. Henscheid und
Zeichnungen von F. K. Waechter
280 Seiten. Gebunden
€ 19,95
ISBN 978-3-89561-388-3
Schöffling & Co.

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