Grusswort

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer früher gedacht hat, das Lesen sei etwas ganz Privates, das man sich abends auf dem heimischen Sofa vornimmt, ist im vorigen Jahr eines Besseren belehrt worden: Bei der Aktion „Frankfurt liest ein Buch“, bei der viele Frankfurter mitgemacht und über drei Wochen hinweg über die bewegende Lektüre eines Buches von Valentin Senger gesprochen haben. „Kaiserhofstraße 12“ schaffte es in dieser Zeit sogar auf die Bestsellerliste des Magazins „Spiegel“ und fand weit über die Grenzen der Stadt hinaus eine großartige Resonanz.


Foto: Das Porträt

Petra Roth
Foto: Das Porträt

 

Einen ähnlichen Widerhall kann ich der zweiten Auflage der Aktion „Frankfurt liest ein Buch“ nur wünschen. Auf dem Programm steht diesmal „Abschaffel“, die Roman-Trilogie von Wilhelm Genazino. Der wieder in Frankfurt lebende Autor wirft Schlaglichter auf das Frankfurt der 70er Jahre, eine Stadt, die wir als Leser an vielen Ecken wiedererkennen können. Das gehört zu dem ungeheuren Reiz, den die Leseaktion etwa bei Schülern und älteren Lesern zu entfalten vermag.

Das ist typisch für Frankfurt. Was die Bürger in die Hand nehmen, kann mit einem guten Echo rechnen. Deswegen ist es gut, dass engagierte Frankfurter den Verein „Frankfurt liest ein Buch“ gegründet haben, der längst verstorbene Autoren wie Valentin Senger und lebende Literaten wie Wilhelm Genazino in der Erinnerung dieser Stadtgesellschaft halten will.

Gerne habe ich deshalb auch wieder die Schirmherrschaft für diese Aktion übernommen.
Ich freue mich darauf, mit Ihnen „Abschaffel“, die Geschichten eines kleinen Angestellten, zu lesen und anschließend mit Ihnen über unsere gemeinsame Lektüre zu sprechen.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Roth
Oberbürgermeisterin
der Stadt Frankfurt am Main