5. Mai 2011: Verweigerung: Abschaffel gestern! Abschaffel heute? / mediacampus

Verweigerung: Abschaffel gestern! Abschaffel heute? Eine Diskussionsveranstaltung des mediacampus frankfurt

Über 100 Gäste (weniger Auszubildende als Gäste aus der Stadt) verfolgten gebannt und amüsiert das Gespräch zwischen den Auszubildenden, Michael Krüger und Wilhelm Genazino.

Für die eigens für den Abend gebildeten Arbeitsgruppen waren Karin Stolze, Veronica Schroeter und Kay Colmorgen als Moderatoren ausgewählt worden. Nach neun Wochen Vorarbeit zu "Abschaffel", mit anfänglichen Bedenken, sogar Ablehnung zum Buch, gingen dann doch alle zufrieden und positiv gestimmt aus der Projektarbeit. Alle drei Moderatoren stellten ihre festgelegten Fragen, hatten auch den Mut mit zusätzlichen Fragen nachzuhaken. Krüger und Genazino ließen sich ohne Bedenken auf alle Fragen ein mit vielen Beispielen, Zitaten und Erklärungen.

Zum Schluss waren sich die Moderatoren einig, dass sie das Buch jetzt noch besser verstanden haben.

Von der anfänglichen (verständlichen) Nervosität, war dann, als die Auszubildenden auf der Bühne saßen, nichts mehr zu spüren. Sie waren einfach sehr souverän.
Lothar Ruske

 

Das Blog der "Abschaffel-AG" des mediacampus finden Sie hier - auch dort ein Bericht und Fotos zur Veranstaltung.

 

Boersenblatt.net stellt seinen Bericht unter ein Zitat von Wilhelm Genazino: "Belehrende Bücher sind unerträglich"

 

Ein Klick auf eine der Aufnahmen vergrößert die Fotos. Sie können dann durch die Bildergalerie blättern.
von links nach rechts:  Michael Krüger, Lothar Ruske, Kay Colmorgen, Veronica Schroeter, Karin Stolze, Wilhelm Genazino
von links nach rechts: Michael Krüger, Lothar Ruske, Kay Colmorgen, Veronica Schroeter, Karin Stolze, Wilhelm Genazino
© Anke Naefe/Mediacampus Frankfurt
Blick in den großen Veranstaltungssaal
Blick in den großen Veranstaltungssaal
© Anke Naefe/Mediacampus Frankfurt
von links nach rechts: Wilhelm Genazino, Michael Krüger, Lothar Ruske
von links nach rechts: Wilhelm Genazino, Michael Krüger, Lothar Ruske
© Anke Naefe/Mediacampus Frankfurt
von links nach rechts: Kay Colmorgen, Karin Stolze, Veronica Schroeter
von links nach rechts: Kay Colmorgen, Karin Stolze, Veronica Schroeter
© Anke Naefe/Mediacampus Frankfurt

PRESSEMITTEILUNG mediacampus frankfurt

Frankfurt am Main, 06. Mai 2011

Abschaffel funktioniert „unter der Bettdecke“ und auf dem mediacampus frankfurt

Literarisches Highlight am mediacampus – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Frankfurt liest ein Buch“ besuchten Wilhelm Genazino, sein Verleger Michael Krüger und der Organisator des stadtweiten Projekts Lothar Ruske am 5. Mai 2011 den mediacampus frankfurt.
Dieses große literarische Ereignis in Kooperation mit dem Carl Hanser Verlag stand im Mittelpunkt des Abendprogramms des aktuellen Berufsschulblocks. Um es entsprechend vorzubereiten, initiierte Literaturdozent Osama Ishneiwer bereits am ersten Schultag ein Leseprojekt zu Wilhelm Genazinos Roman-Trilogie Abschaffel. Campusbuchhändlerin Kirsten Dehler und Juniordozent Tobias Wißmann bereiteten parallel mit einer Schüler-AG die organisatorischen und technischen Abläufe der Veranstaltung vor.
Unter dem Titel „Verweigerung: Abschaffel gestern! Abschaffel heute?“ diskutierte der Branchennachwuchs mit Genazino und Krüger. Stellvertretend für die Lese-AG saßen die Buchhandelsauszubildenden Karin Stolze, Veronica Schroeter und Kay Colmorgen auf dem Podium, stellten ihre vorbereiteten Fragen und stiegen in die äußerst lebhafte literarische Diskussion mit ein.
Warum hat Abschaffel keinen Vornamen? Würden Sie Abschaffel heute noch einmal schreiben? Ist Abschaffel ein Verweigerer? Wie viel Abschaffel steckt in Wilhelm Genazino selbst?
Genazino gab ausführlich Auskunft: Er räumte mit Klischees über sein Werk auf und gab einige unerwartete Einblicke wie zum Beispiel, dass der Name „Abschaffel“ nicht auf „abschaffen“ zurückgeht, sondern auf die Faszination über den Straßennamen „Verschaffeltstraße“ aus seiner Jugend. Dass sich so dieses Wortspiel ergab, stieß auf die Begeisterung im Publikum. Genauso seine Ansicht, dass in jedem Menschen eine Spur von Abschaffel steckt und somit jeder eigentlich auch ein bisschen „abschaffeloid“ ist.
Über die ausführlichen Erläuterungen von Genazino kam Krüger auch auf seine Begeisterung für den Titel des Werkes zu sprechen. Es ist immer wichtig, dass Titel im Gedächtnis bleiben. Er erzählte eine Anekdote, in der ein befreundeter Schriftsteller ihn auf den Titeltest aufmerksam machte: An jeden Buchtitel wird „unter der Bettdecke“ angehängt. In diesem Fall wäre es demnach„Abschaffel unter der Bettdecke“. Und wenn dieser Anhang funktioniert, hat der Titeltest bestanden und der Titel bleibt im Gedächtnis. Krüger hob zudem die Bedeutung des Werkes für seine Jugend hervor sowie die seiner Ansicht nach unverkennbaren Parallelen zum Werk Franz Kafkas.
Der Abend war für die Projektgruppen ein großer Erfolg und wird allen Schülern des mediacampus frankfurt sowie den über hundert Besuchern bestimmt lange in Erinnerung bleiben. Das Publikum erhielt spannende Einblicke in die Welt Abschaffels, die Gedanken Genazinos und nicht zuletzt in die Sichtweise des Verlages.
Einen umfassenden Bericht über die Veranstaltung und Informationen über das gesamte Projekt stehen auch auf dem Blog http://mediacampusfrankfurt.wordpress.com, welcher extra für „Frankfurt liest ein Buch“ initiiert und von den beiden Auszubildenden Anja Schmidt und Lisa Kurz mit großem Engagement mit Leben gefüllt wurde.


Kontakt
mediacampus frankfurt | die schulen des deutschen buchhandels GmbH
Anke Naefe
Projektmanagement/Öffentlichkeitsarbeit
Wilhelmshöher Str. 283
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Tel: 069 947400 39
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